Projekte a) Allgemeines b) Projektabwicklung c) beschlossenen Reformpoolprojekte AllgemeinesFür die Förderung der vereinbarten Strukturveränderungen oder von Projekten zur integrierten Versorgung wird ein Reformpool eingerichtet, der zu gleichen Teilen aus Mitteln des intra- und extramuralen Bereichs gespeist wird. (§ 7 NÖGUS-Gesetz, Abs 3) Für die Jahre 2005/06 sind sie mit 1% der Gesamtmittel des intra- und extramuralen Bereichs festgelegt, für 2007/08 mit 2 % dieser Mittel. Ziele der ReformpoolprojekteZiel aller Reformpoolprojekte ist es, die Effektivität des Gesundheitswesens zu erhöhen: Dies äußert sich in der Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung, einer Erhöhung der Patienteorientierung in Behandlung und Betreuung, der Verminderung von Zugangsbarrieren und einer Qualitätsverbesserung. Die Erhöhung der Effizinienz im Gesundheitswesen wird aus Kostenwirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeitskriterien bewertet. Schließlich tragen die Reformpoolprojekte zu einer Leistungsverschiebung zwischen den Gesundheitsbereichen bei, von der sowohl Partner der Gesundheitsplattform, die Sozialversicherungen und das Land, profitieren. Einreichung/Förderkriterien Hier finden Sie Unterlagen zur Einreichung von Reformpoolprojekten. Bitte beachten Sie die Förderrichtlinien! Für die Förderung von Projekten aus dem Reformpool gelten folgende Regelungen: (§7, Abs. 3, Z 4ff NÖGUS-Gesetz) Voraussetzung für die Förderung dieser Leistungsverschiebungen ist, dass sich Land und Sozialversicherung im Voraus auf diese Maßnahmen inhaltlich einigen. Weiters ist eine entsprechende Dokumentation des Status Quo und der Veränderungen des Leistungsgeschehens im intramuralen und extramuralen Bereich durch die jeweiligen Finanzierungspartner Voraussetzung. Die von der Bundesgesundheitsagentur für diese Zwecke erarbeiteten Leitlinien sind einzuhalten, wobei der Fonds der Bundesgesundheitsagentur über vereinbarte und strukturverändernde Maßnahmen und über deren Erfolg regelmäßig berichtet. Bei der Beschlussfassung über Reformpoolprojekte sind erforderlichenfalls adäquate Maßnahmen der Qualitätssicherung und Kontrolle für den intramuralen und den extramuralen Bereich festzulegen. Zu diesem Zweck sind genaue Parameter zur Strukturqualität, der Prozessqualität und der Ergebnisqualität zu definieren, anhand deren eine Messung der Qualität und ein Vergleich von Leistungen von Dienstleistern im intramuralen und im extramuralen Bereich möglich sind. Jene physische oder juristische Personen, die eine Mittelzuteilung erhalten sollen, müssen sich im Voraus vertraglich verpflichten, die festgelegten Maßnahmen zur Sicherstellung und Kontrolle der Qualität einzuhalten, und die zur Erhebung, Verarbeitung und Übermittlung von personen- und gesundheitsbezogenen Daten von Patientinnen und Patienten sowie Pfleglingen festgelegten Leistungen zu erbringen. Bei der Erfüllung der Aufgaben ist insbesondere darauf zu achten, dass eine qualitativ hochwertige, effektive und effiziente, allen frei zugängliche und gleichwertige Gesundheitsvorsorgung sichergestellt und die Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens unter Berücksichtigung der finanziellen Rahmenbedingungen und möglicher Kosteneinsparungen abgesichert sind. zurück zum Seitenanfang Projektabwicklungen Reformpoolprojekte werden in Niederösterreich nach dem von der Gesundheitsplattform beschlossenen 3-Phasen-Modell abgewickelt. Phase 1 – Projektvorbereitung: - Etablierung einer Projektarbeitsgruppe zur Detaillierung der Projektinhalte, der Vorgangsweise, der Qualitätssicherungsmaßnahmen und der Evaluierungskriterien, Festlegung der Mitwirkenden am Projekt
- Projektbewertung: Eingabe der Projektausgangsdaten (Status quo) in das „Rechenmodell der Integrierten Versorgung“ und Berechnung der nach Projektabschluss zu erwartenden gesamtökonomischen Effekte (Status post)
Voraussetzung für Freigabe der Phase 2: Feststellung der Reformpooltauglichkeit, gemessen an den Zielen der Reformpools Phase 2 – Projektdurchführung: - Abwicklung der festgelegten Projektinhalte und -maßnahmen
- Dokumentation der Maßnahmen und Daten für die spätere Evaluierung
- Halbjährliches Monitoring zur Beobachtung und Steuerung des Projektverlaufs
Phase 3 – Projektevaluierung:
Abschließende Entscheidung der Gesundheitsplattform: - Nach Vorliegen des Evaluierungsberichtes wird die Gesundheitsplattform entscheiden, ob die Projektergebnisse in eine neue Form der Regelfinanzierung übernommen werden oder nicht.
zurück zum Seitenanfang
Beschlossene ReformpoolprojekteZum Startschuss 2006 hat die Gesundheitsplattform 7 Projekte in Aussicht genommen. Derzeit befinden sich alle Projekte in der Projektphase 2. Folgende 5 Projekte werden zunächst in der Modellregion Waldviertel durchgeführt und auf ihre Wirksamkeit getestet. Entsprechen die Ergebnisse den Erwartungen sollen sie in der Folge auf ganz Niederösterreich ausgedehnt werden. Das Waldviertel wurde aufgrund der Bereitschaft zur Mitarbeit der einzelnen Häusern des Waldviertelklinkums und der Erfahrung aus früheren Projekten als Modellregion gewählt.
Projektübersicht Modellregion WaldviertelOnkologische Versorgung Kardiologische Versorgung Zentrale interdisziplinäre Aufnahmestation am WVK LH Horn Aufnahme- und Entlassungsmanagement Diabetes-Management Weitere ProjekteIntegrierte Hospiz- und Palliativversorgung in NÖ Die Durchführung dieses Projekts wird im gesamten Landesgebiet in Aussicht genommen. Zahnbehandlung in Narkose für Kinder unter 10 Jahren und Personen mit besonderen Bedürfnissen Die Durchführung dieses Projekts ist an mindestens 2 Standorten in Niederösterreich in Aussicht genommen. zurück zum Seitenanfang Zu den einzelnen Projekten: Aufnahme- und EntlassungsmanagementProjektstatus: derzeit laufen Koordinationssitzungen zur Klärung von Detailfragen der Umsetzung zwischen den Projektpartnern. Immer wieder benötigen Patientinnen und Patienten aufgrund der komplexen medizinischen, pflegerischen, therapeutischen und/oder sozialen Situation eine individuell spezifische Unterstützung in der Organisation und Koordination der Betreuungsangebote. Die Verbesserung des Aufnahme- und Entlassungsmanagements im Krankenhaus unter Einbindung der außerstationären Einrichtungen, Berufsgruppen und Dienste stellt für den Patienten eine raschere, sinnvolle, reibungs- und lückenlose Koordination der verschiedenen Einrichtungen sicher. Für den Patienten/die Patientin vereinfacht sich damit der Behandlungsverlauf. Ziel des Projektes ist es, ein gut funktionierendes Aufnahme- und Entlassungsmanagemement im Krankenhaus in der Region Waldviertel umzusetzen und damit das Management der Nahtstellen im Gesundheitswesen zu verbessern. Voraussetzung dafür sind verbindliche Vereinbarungen zwischen den verschiedenen Leistungsanbietern und eine einheitliche Dokumentation. Das Projekt wirkt sich in folgenden Bereichen aus: 1. Senkung der Anzahl der Wiederaufnahmen 2. Optimierung der Dauer des stationären Aufenthalts 3. Reduzierung der Anzahl der Doppeluntersuchungen 4. Effektivität des Nahtstellenmanagements zwischen Krankenhaus, niedergelassenen Ärzten, Rehabilitationszentren, Sozialdiensten der Bezirkshauptmannschaften, Alten- und Pflegeheimen, mobilen Pflege- und Sozialdiensten und dem Rettungswesen 5. Qualitätsverbesserung bei der Überführung in die medizinische und pflegerische Nachsorge 6. Steigerung der Patientenzufriedenheit 7. Dauer der Organisation von Heilbehelfen, Hilfsmitteln, Pflegegeldeinstufungen, usw. Der Aufnahme- und Entlassungsprozess erfolgt in verschiedener Phasen, in denen jeweils bestimmte Maßnahmen nach einer standardisierten Vorgangsweise umgesetzt werden. Weiters sind bestimmte phasenübergreifende Maßnahmen erforderlich, die auf eine Optimierung des gesamten Aufnahme- und Entlassungsprozesses abzielen, z.B. der Auf- bzw. Ausbau der (elektonischen) Vernetzung zwischen KH und niedergelassenen Ärzten und mobilen Diensten. zurück zur Projektübersicht Zentrale interdisziplinäre Aufnahmestation am WVK LH Horn
Projektstatus: Die IAS ist seit Juli 2006 in Betrieb. Ziel dieses Reformpoolprojekts ist es, möglichst rasch festzustellen, ob Patienten stationär oder ambulant zu versorgen sind. Die interdisziplinäre Aufnahmestation im LKH Horn bietet sowohl für das Krankenhaus als auch für den niedergelassenen Bereich die Möglichkeit die Patientenbetreuung zu optimieren. Denn durch die bessere gegenseitige Abstimmung zwischen den Behandlungsangeboten erfahren die Patienten eine optimale Betreuungsform unter bestmöglicher Ausnutzung der vorhandenen Möglichkeiten. Die Aufnahmestation ist als Angebot des WVK Horn an der Nahtstelle zum niedergelassenen Bereich angedacht. Im wesentlichen werden dort ambulante Leistungen erbracht und nur in Einzelfällen wird ein Aufenthalt über Mitternacht möglich sein (beispielsweise zu Beobachtungszwecken). Die notwendige Ressourcen für die interdisziplinäre Station sollen weitgehend durch interne Optimierung bereitgestellt werden. Unter der Projektleitung des ÖBIG (Österreichisches Bundesinstitut für Gesundheit) wurde bis Ende Juni 2006 das in der Anstalt entwickelte Projektkonzept optimiert und die erforderliche Datenbasis für Projektstart und Projektdurchführung erarbeitet. Die Betriebsaufnahme der Aufnahmestation erfolgte am 1. Juli 2006, die Evaluierung wird Mitte 2008 stattfinden.
zurück zur Projektübersicht Kardiologische Versorgung
Projeketstatus: Das Telefon-nursing für Herzinsuffizienten Patienten hat mit 1. November 2006 seinen Probebetrieb aufgenommen und ging im Jänner 2007 in der Projektregion in Vollbetrieb gehen. Ziel dieses Reformpoolprojektes ist die Optimierung der medikamentösen Einstellung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz. Das Projekt vergleicht zwei Strategien bei der Betreuung der Patienten als Case Management. Dabei sollen Auswirkungen der jeweiligen Betreuungsstrategie im Verhältnis zur medizinischen Versorgungsqualität sowie in Bezug auf die Inanspruchnahme medizinischer Ressourcen geprüft werden. Es werden zwei Behandlungsgruppen eingerichtet. Die eine wird nach der Krankenhausentlassung nach derzeit üblichem Verfahren entlassen, die andere Gruppe erhält eine intensive Betreuung. Die Zuordnung zu den beiden Behandlungsgruppen erfolgt nach dem Zufallsprinzip bei der Entlassung. Die Gruppen im Detail: a) Kontrollgruppe „Usual Care“ : Diese Patienten werden wie bisher mit Arztbrief und darin angeführten Empfehlungen entlassen, auch nicht regelmäßig telefonisch kontaktiert, werden jedoch 3 und 6 Monate nach der Indexentlassung je einmal zu einer ambulanten Kontrolle einberufen (Indexkontrollen). Für Patienten welche dieser Einladung nicht Folge leisten können (verstorben, andere Gründe) wird die letzte medikamentöse Einstellung telefonisch vom Hausarzt von anderen Quellen erfragt. b) Interventionsgruppe: Die Betreuung erfolgt in der Herzambulanz des Krankenhauses inklusive telefonischem Monitoring (HA/TTM). Diese Patienten werden einerseits routinemäßig zu Kontrollen in der Herzambulanz bestellt, andererseits regelmäßig durch eine geeignete Person (Heart Failure Monitor) telefonisch kontaktiert, welche subjektives Wohlbefinden, eingenommene Medikamente, mögliche Nebenwirkungen, usw. telefonisch evaluiert. In Bedarfsfall empfiehlt diese Person auch ungeplante Kontakte mit der Herzambulanz oder einem niedergelassenem Arzt. Auch in dieser Gruppe werden Indexkontrollen nach 3 und 6 Monaten durchgeführt und die Ergebnisse der beiden Gruppen zu diesen fixen Zeitpunkten verglichen. Falls ein Patient zu einer Indexkontrolle nicht erscheinen kann, wird die letzte medikamentöse Einstellung laut Unterlagen der Herzambulanz oder laut Telefonkontakt mit dem Hausarzt ermittelt. Von dem Projekt erwartet man sich Aufschlüsse über Nutzen und Auswirkung einer intensiven Betreuung von Kardiologischen Patienten. zurück zur Projektübersicht Onkologische Versorgung
Projektstatus: Ein erster Probebetrieb der Onkologie Hotline wurde aufgenommen. Der Umsetzung, an der zügig gearbeitet wird, startet im 2. Quartal 2007. Ziel dieses Reformpoolprojektes ist die Verbesseung des Case Managements für onkologische Patienten. Für die Versorgung und Betreuung von Krebskranken ist nicht nur eine Kooperation der medizinischen Fachdisziplinen nötig, sondern es sind auch unterschiedliche Berufsgruppen an ihr beteiligt. Diese Kooperation erstreckt sich auf niedergelassene praktische Ärzte und Fachärzte, onkologisch ausgebildete Ärzte in ambulanten, teilstationären und stationären Versorgungsstrukturen sowie auf Berufe der allgemeinen und spezialisierten onkologischen Krankenpflege, der psychosozialen Betreuung und auf andere spezialisierte Berufsgruppen. Die Versorgungskette für Krebskranke muss einerseits lückenlos und andererseits frei von unnötigen Überschneidungen sein. Daher erfolgt im Rahmen des Projekts eine Institutionalisierung der personellen und organisatorischen Kooperation der Einrichtungen und Dienste. Dazu wurde ein Case-Management Konzept entwickelt, das folgende Anforderungen an eine umfassende onkologische Versorgung erfüllt: · Enge, effektive und effiziente Kooperation der beteiligten Leistungserbringer insbesondere zwischen den Ärzten im niedergelassenen und im stationären Bereich · Sicherstellung eines Mindestinformationsflusses zwischen den einzelnen beteiligten Leistungserbringern kontinuierliche Betreuung und Unterstützung der Patienten ab Erstdiagnosestellung bis inklusive der Nachsorge insbesondere in Hinblick auf organisatorische Belange. zurück zur Projektübersicht Diabetes-Disease-Management
Projektstatus: Der offizielle Projektstart erfolgte mit der Einschreibung des 1. Patienten in das Programm in der Ordination von Dr. Johann Jäger am 9. 3. 2007 im Rahmen einer Präsentation. Das Disease-Management-Programm (DMP) dient der Verhütung, frühzeitigen Erkennung und Behandlung von Folgeschäden des Typ 2-Diabetes. Das primäre Ziel ist es, den Teilnehmern eine verbesserte Lebensqualität und eine Verlängerung des Lebens zu ermöglichen. Da internationale Studien gezeigt haben, dass durch ein optimales Behandlungsmanagement Folgekomplikationen des Typ 2-Diabetes verringert bzw. vermieden werden können und die stationäre Behandlung dieser Folgekomplikationen den größten Anteil an den durch Diabetes verursachten Kosten ausmacht, ist davon auszugehen, dass durch die Einführung des DMP auch Kosteneinsparungen erzielt werden können. Interventionsstudien konnten für Diabetiker aufzeigen, dass eine verbesserte Blutzuckerkontrolle und eine umfassende Therapie unter Einbeziehung der Blutdruck- und Fettwerte das Risiko diabetischer Spätkomplikationen signifikant verringern können. So konnte nachgewiesen werden, dass an Disease Management Programmen teilnehmende Diabetiker eine Reduktion des diabetischen Stoffwechsel-parameters HbA1C (glykiertes Hämoglobulin) um 0,5 Prozent aufwiesen, was eine Reduktion der Spätkomplikationsrate bei den kleinen Gefäßen um zumindest 15 Prozent erwarten lässt. Disease Management (Krankheitsmanagement) ist ein systematischer Behandlungsansatz mit dem Ziel, für chronisch Kranke eine kontinuierliche und qualitativ hochwertige Versorgung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu organisieren. Patient und Arzt können auf freiwilliger Basis am Programm teilnehmen, wobei der Vorteil für den Patienten in einer qualitativen und kontinuierlichen abgestimmten Behandlung sowie in der Teilnahme an Schulungen liegt. Am Programm teilnehmende Ärzte müssen in Schulungen weitergebildet werden, wodurch eine bessere Patientenkommunikation und eine besser strukturierte Patientenbetreuung möglich werden. Individuell angepasste Schulungsmaßnahmen, Behandlungsformen und Therapieziele sind in der Betreuung der zunehmenden Anzahl betagter Diabetiker angezeigt. Der Hausarzt steht als Case Manager bzw. Disease Manager im Zentrum des Programms. Der Start für dieses Projekt unter Leitung der NÖGKK ist für den Herbst 2006 geplant.
zurück zur Projektübersicht Integrierte Hospiz- und Palliativversorgung in NÖ Projektstatus: Im Februar 2006 haben Pallitaiv-care-Beauftragte pro Versorgungsregion ihre Tätigkeit aufgenommen. Derzeit werden letzte Detailfragen mit den Projektpartnern abgestimmt. Für das Frühjahr 2007 ist eine Fachtagung geplant, in der über die aus dem Projekt erwachsenden Detailfragen informiert wird. Ziel des Projekts ist die Umsetzung einer gleichwertigen, flächendeckenden abgestuften Hospiz- und Palliativ-Care-Versorgung in NÖ. Das Projekt wird in einem 3-stufiges Programm bis zum Jahr 2012 umgesetzt. Das Projekt dient Menschen mit unheilbarer, fortgeschrittener Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung, mit starken Schmerzen, psychischen Beschwerden und/oder anderen Lebensqualität beeinträchtigenden Symptomen. Ihre Versorung und Betreuung soll in allen Bereichen des Gesundheits- und Sozialwesens in entsprechend abgestufter Weise stattfinden. In die Versorgung sind auch die betroffenen Angehörigen einbezogen.
In die Integrierte Hospiz- und Palliativversorgung sollen die bestehenden Strukturen miteinbezogen werden, sodass die Grundversorgung in den Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens (niedergelassene Ärzteschaft, Hauskrankenpflege, Heimhilfebereich, Sozialarbeit, Senioren- und Pflegeheime und Krankenanstalten) erfolgt. Für komplexere Versorgungssituationen der schwer leidenden PatientInnen und ihren Angehörigen sollen unterstützend bzw. ergänzend folgende unterschiedliche Betreuungsangebote im mobilen und im stationären Bereich zur Verfügung stehen: Neu aufgebaut werden folgende Einrichtungen: • Mobiles Hospizteam • Mobiles Palliativteam • Palliativkonsiliardienst (PKD) • Palliativstation • Stationäres Hospiz • Tageshospiz Dadurch soll auch eine Entlastung der bestehenden Strukturen in organisatorischer, finanzieller und personeller Hinsicht erreicht werden. Bei der Implementierung dieser speziellen Hospiz- und Palliativversorgung soll nach einem dreistufigen Plan (Stufe 1 = Jahre 2006 -2007; Stufe 2 = Jahre 2008 - 2009; Stufe 3 = Jahre 2010 - 2012) in den 5 Gesundheitsregionen in NÖ vorgegangen werden. Je nach Ausgangssituation soll der Vollausbau dieser abgestuften Versorgungsstruktur zumindest bis zum Jahr 2012 erreicht sein. Die Koordinations- und Organsationsarbeit dabei soll durch so genannte Palliativ-Care-Beauftragte (PCB) je Versorgungsregionen erfolgen. Grundlage für das Reformpoolprojekt ist das "Integrierte Hospiz- und Palliativversorgungskonzept für NÖ" das vom Ständigen Ausschuss des NÖGUS am 3. 3. 2005 beschlossen wurde.
zurück zur Projektübersicht Zahnbehandlung für Kinder unter 10 Jahren und Menschen mit besonderen Bedürfnissen Hier handelt es sich um ein Konzeptionsprojekt, das bis Ende 2006 zu detailieren ist. Inhalt wird die Zahnbehandlung in Narkose für diese sensiblen Zielgruppen, voraussichtlich in St. Pölten und Wiener Neustadt sein, wobei eine Leistungsverlagerung aus dem stationären in den niedergelassenen zahnärztlichen Bereich vorgesehen ist. Zur Zeit werden die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen geprüft. zurück zur Projektübersicht
|